Hans Reipert
EURYTHMISCHE KORRESPONDENZ
16 Ausgaben der Eurythmischen Korrrespondenz (1952-1958), hrsg.v. Hans Reipert
Aus der Buchbesprechung von Ulf Matthiesen in
Auftakt, Zeitschrift für den Berufsverband der Eurythmisten:
Hans Reipert war einer der ersten männlichen Eurythmisten - er
nahm an Rudolf Steiners Toneurythmiekurs 1924 teil, arbeitete ab
1930 unter Marie Steiner in Dornach und war nach dem 2.Welt-
krieg an der Freien Waldorfschule in Hannover langjährig als
Eurythmielehrer tätig.
Von 1952 bis 1958 gab er die sogenannte «Eurythmische Korre-
spondenz» heraus, eine Zeitschrift, in der die Eurythmisten der da-
maligen Zeit ein Forum zum Austausch über alle die Eurythmie
betreffende Fragen finden sollten.
Seine Tochtet hat diese Schriftenreihe nun mit Hilfe des Otanes-Ver-
lages, der in den vergangenen Jahren ganz ausgezeichnete Fachpubli-
kationen für die Eurythmie veröffentlicht hat, neu herausgegeben.
Wer glaubt, Themen, die vor fünfzig Jahren die Ciemüter bewegten,
seien heute doch vermutlich nicht mehr aktuell, der sieht sich gleich
auf den ersten Seiten seiner Lektüre eines Besseren belehrt: Da ist die Rede von einer Krise der Eurythmie, davon, dass die «Urangaben»
nicht mehr genügend befolgt würden, von der Jugend, die durch die
zunehmende Technisierung immer weniger ansprechbar sei für die
pädagogischen Inhalte der Waldorfschule, und auch Klagen finden
sich über die Unzulänglichkeit der physischen Grundlage der Kinder
und der Erwachsenen in den sogenannten Laienkursen.
Das eigentlich Interessante an dieser Korrespondenz aber ist der
angeregte und den heutigen Leser unmittelbar packende Austausch
über Grundelemente der Eurythmie und ihre Anwendung in der
Pädagogik. Hierzu nehmen unter anderen Annemarie Dubach-
Donath und Erna van Deventer-Wolfram Stellung, die ja zu den
Eurythmistinnen gehörten, die noch mit Rudolf Steiner gemein-
sam an der Entwicklung der Eurythmie arbeiteten. Man ist sich
durchaus nicht immer einig über das gemeinsam oder getrennt von-
einander mit dem «Doktor» Erlebte, und gerade hierdurch kann
man einmal neu erfassen, wie freilassend und offenbar immer auch
konkret bezogen auf den Austausch mit den jeweiligen künstleri-
schen Persönlichkeiten Rudolf Steiner mit der Eurythmie und den
Eurythmisten lebte.
Mit Beiträgen von:
Aschenbrenner, Michael; Beck, Irmela; Bellmann, Margarete; Bernau, Ruth; Bollig, Tilla-Marie; Brons-Morell, Martha; Brun-Simon, Gulle; Copple, Rudolf; Custer, Christine; Diestel, Hedwig; Dubach-Donath, Annemarie; Eckinger-Passolt, Herta; Gärtner, Elisabeth; Gedde, Liesel; Gerber-Plury, Elisabeth; Hartmann, Nancy; Hillebrand, Mathilde; Holtsmark, Torger; Husemann, Dr. med. Gisbert; Jachimski, Eva; Kischnik, Rudolf; Klink, Else; Klug-Schilbach, Erika; Knijpenga-Heidema, Wies; Kralemann, Luz; Lamerdin, Gretel; Lauboeck, Ernst; Leinhas, Flossie; Lickinty, Prof. Dr. med. Fritz; Maier-Smits, Lory; Münch, Edith; Naurath, Werner; Neovius, Signe; Oye, Irmgard; Palgen-Britz, Hilde Maria; Poppelbaum, Dr. Hermann; Prütz, Elena; Pusch-Barnett, Ruth; Rath,Helga; Reipert, Hans; Reipert, Irmgard; Reisinger, Helene; Rettig, Helene; Reuter, Eva; Richards, Mary; Riches, Thomas; Ritter-Röhrle, Edith; Russ, Johanna; Salzmann, Irmentraud; Samyslowa, Olga; Seiffert, Ursula; Spock, Majorie (Hiddy); Steglich, Elisabeth; van Deventer-Wolfram, Erna; von Albrecht, Elisabeth; von Baditz, Nora; von Baravalle-Kimball, Ilse; von Baravalle, Prof. Dr. Hermann; Weiß, Hilde; Wiesberger, Hella; Woldyk, Willy; Wolf, Vera; Wreschner, Sonja; Zähringer, Irmgard; Zlab, Claire; Zuccoli, Elena.